In einer Experten-Anhörung hat sich der DFB heute dem Thema politischer Meinungsäußerungen von Profifußballern im Wettkampfumfeld in einer Online-Sitzung zugewandt. Als Teil der Black Lives Matter Bewegung und als Folge der Proteste nach dem Tod von George Floyd hatten auch einige Fußballprofis ihren Protest im Rahmen von Bundesligaspielen bekundet. Die heutige Zuwendung zum Thema erfolgte auf Einladung der DFB-Kommission Gesellschaftliche Verantwortung. Teilnehmer der Sitzung waren Mitglieder der Kommission, geladene Fachleute sowie DFB-Mitarbeiter.

Durch Kurzvorträge wurden verschiedene Blickwinkel auf die Thematik vermittelt: Professores Jürgen Mittag (Sportpolitik) und Martin Nolte (Sportrecht) von der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS), Jonas Baer-Hoffmann, Generalsekretär der internationalen Spielergewerkschaft FIFPRO und, Sylvia Schenk, Anwältin und Leiterin der Arbeitsgruppe Sport von Transparency International Deutschland, waren ebenso mit Redebeiträgen vertreten wie Söhnke Vosgerau, Vorstandsmitglied der NGO Lernort Stadion e.V., und Jan F. Orth, Sportrechtsprofessor und Richter am Landgericht Köln. Moderation und Leitung der Anhörung übernahm Björn Fecker, Mitglied der Bremischen Bürgerschaft und Leiter der DFB-Kommission.

Die divergierenden Blicke der Vortragenden auf die Inhalte machte aus der Anhörung einen wichtigen Beitrag zur weiteren Kommissions-Befassung mit der Thematik. Der Inhalt der heutigen und einer weiteren Anhörung wird zudem die Grundlage für eine analytische Synthese und Empfehlungen zum weiteren Vorgehen bilden, mit deren Erstellung das Cares Project vom DFB beauftragt wurde. Jonas Burgheim nahm als Gründer und Geschäftsführer der Consultancy daher an der Anhörung teil. Auch die Athletenvertretung Athleten Deutschland e.V. wurde vom Cares Project zum Thema Meinungsäußerungen von Spitzenathleten im Wettbewerbsumfeld im Jahr 2020 bereits beraten.